Über 240 Millionen Menschen sollen weltweit Fußball spielen. Somit ist das Kicken, nach dem Fitnesssport, die beliebteste Sportart der Welt. Allein in Deutschland gibt es sechs Millionen Menschen, die in einem der 27.000 Fußball-Vereine sind, vier Millionen Menschen kicken einfach nur zum Spaß. Und auch wenn mehr Menschen weltweit Fitnesssport treiben und man immer wieder hört wie hoch doch die Verletzungsgefahr ist, passieren die meisten Unfälle beim Fußball. Etwa 1,46 Millionen Unfälle ereignen sich laut einer Statistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin jährlich beim Sport in Deutschland. Etwa ein Drittel davon (472.000) beim Fußball. Das sind übrigens pro Tag mehr als 1000 Unfälle!

Dafür, dass das Verletzungsrisiko beim Fußball besonders hoch ist, spricht aber auch folgende Statistik: Rund 15 Prozent aller Vereinsfußballer in Deutschland landen einmal im Jahr im Behandlungsraum eines Arztes oder gleich auf dem OP-Tisch. Trotzdem lassen Eltern ihre Kinder in Vereinen spielen, guckt man sich begeistert spiele im Fernsehen an oder spielt selbst mit Freunden. Viel öfter liest man Berichte über Risiken beim Krafttraining, kann sogar Berichte im Fernsehen verfolgen, wie Wissenschaftler und Doktoren vor Fitnesssport warnen. Ich frage mich: WARUM? Wenn Fußball (und einige weitere Sportarten) doch bewiesenermaßen viel gefährlicher sind? Ein ähnliches Beispiel: im Haushalt passieren doppelt so viele Unfälle wie im Straßenverkehr und trotzdem warnen Medien nur vor Risiken beim Auto- oder Fahrradfahren.

Fußball

Gehirnerschütterung

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich als Sportler bzw. Fußballer eine Gehirnerschütterung zuzuziehen. Bei einer Gehirnerschütterung funktionieren die Nervenzellen des Gehirns teilweise nicht normal, andere können sogar vollständig zerstört sein. Der Schaden entsteht durch einen Sturz auf den Kopf, Bälle die mit Wucht auf den Kopf treffen oder Tacklings der gegnerischen Spieler.

Muskelfaserriss

Fällt ein Fußballspieler der Nationalmannschaft aus, heißt es meist: Er hat einen Muskelfaserriss. Diese Verletzung tritt in der Waden- oder Oberschenkelmuskulatur auf. Wird diese überdehnt, können einzelne Muskelfasern reißen.

Prellung

Eine Prellung entsteht dann, wenn zum Beispiel ein weicher Muskel auf einen harten Knochen gequetscht wird. Dadurch werden Lymph- oder Blutgefäße geschädigt, wodurch Flüssigkeit ins umliegende Gewebe gelangt.

Gelenkverletzung

Knapp 50% aller Verletzungen sind entweder im Knie oder Sprunggelenk. Durch ruckhafte, unnatürliche Bewegungen, werden die Gelenke zu stark gefordert und nutzen sich viel schneller ab. Atrose an den Kniegelenksknorpeln und Menisken können leicht entstehen. -> keine Bewegung ohne Schmerzen mehr möglich. Übrigens, beim schnellen, langen Laufen (90Minuten) wird das Knie und Sprunggelenk mit der 3fachen des Körpergewichts in einer völlig unnatürlichen Position belastet.

SPEEDtraining (EMS)

Gehirnerschütterung

Da man sich während des SPEEDtrainigs nicht bewegt, bietet sich auch keine Möglichkeit auf den Kopf zu fallen und somit ist auch eine Gehirnerschütterung nicht möglich.

Muskelfaserriss

Es ist rein theoretisch möglich, sich einen Muskelfaserriss mit EMS Training zuzuziehen, praktisch allerdings noch nie passiert, da dies bei zu starker aprupter Überdehnung passiert. Es ist immer ein Trainer in unmittelbarer Nähe, der auf den Trainierenden achtet und nicht über die Schmerzgrenze hinaus fordert.

Prellung

Wie auch bei der Gehirnerschütterung, braucht es eine Bewegung um in die Gefahr zu kommen sich eine Prellung zuzuziehen. Also auch nicht möglich während eines SPEEDtrainings.

Gelenkverletzung

Kein einziges Gelenk wird innerhalb eines SPEEDtrainings belastet, da die Grundposition, die eingenommen und von den Trainern überprüft und notfalls korrigiert wird, gelenkschonend ist. Das ist einer der Gründe warum viele Physiotherapeuten SPEEDtraining (EMS) empfehlen. Ein Großteil der Mitglieder hatte bereits einen Bandscheibenvorfall, Operationen an einem oder mehreren Gelenken, Disbalancen durch Fehlhaltung oder künstliche Gelenke.

Training an Maschinen / freie Gewichte

Gehirnerschütterung

Solang man sich nicht den Kopf an einer Maschine stößt, oder von der Klimzugstange abrutscht, ist eine Gehirnerschütterung schier unmöglich. Kreislaufprobleme können auftreten, man vor dem Training zu wenigg gegessen oder getrunken hat.

Muskelfaserriss

Im Fitnesssport, wird mit Hilfe von Gewichten, die Kraft trainiert natürliche Bewegungen auszuführen. So sind Kniebeuge nichts anderes als von einem Stuhl aufzustehen oder Kreuzheben eine Kiste vom Boden aufheben. Je besser die Muskeln diese Anstrengung durch regelmäßiges Training “abfangen”, desto resistenter werden sie vor Verletzungen.

Prellung

Wie bei dem Muskelfaserriss ist es bei der Prellung ein ähliches Spiel. Je weniger Kraft und Stabilität ein Muskel besitzt um einen Sturz oder Schlag abzufangen, desto mehr wird er schaden nehmen.

Gelenkverletzung

Sobald man sich bewegt, werden Gelenke belastet. Dennoch sind es beim Fitnesssport natürliche Bewegungen, die das Gelenk ausführen muss. Durch zu schnelle Steigerung des Gewichts und ruckhafte Bewegungen, kann es zur Abnutzung kommen.

Nach all den Verletzungsmöglichkeiten könnte man denken, am sichersten ist man, wenn man gar nichts tut. Aber das ist sicher auch nicht die Lösung! Denn jeder wird einmal in die Situation kommen, in der wir unseren Körper mehr als normalerweise fordern müssen. Sei es, um nach dem Bus zu rennen, den Kinderwagen die Treppe runter zu tragen, ein schweres Paket von der Post zu holen etc..

Bereiten wir unseren Körper darauf vor und schützen ihn so vor Verletzungen!
In diesem Sinne, bis zum nächsten Training
eure Pia

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